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Luise Schröder: Recherche, 2021/22, aus der Serie Strömungen in Bewegung, 2021/22, Digitaldruck, 29 x 42 cm
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Luise Schröder: Recherche, 2021/22, aus der Serie Strömungen in Bewegung, 2021/22, Digitaldruck, 29 x 42 cm
Der Umgang mit Geschichte, ihre Bedeutung für die Gegenwart und die damit verbundene Relevanz fotografischer Bilder spielen in den Arbeiten von Luise Schröder eine zentrale Rolle. Ausgehend von ihrer ostdeutschen Herkunft beschäftigt sich die Künstlerin seit 2021 inhaltlich und ästhetisch mit den oft vergessenen Aktivitäten von nichtstaatlichen Frauen-und Lesbengruppen in der DDR während der 1980er und 1990er Jahre. Sie befragt sowohl die Widerstandsbewegungen als auch die Transformationserfahrungen dieser Gruppen und beleuchtet die Rolle von Archiven in Prozessen des Erinnerns und Vergessens. Ihr neu erschienenes Künstlerinnenbuch Strömungen in Bewegung dient als Grundlage für eine fotografische Installation, die sie im Rahmen des EMOP Berlin 2025 präsentiert. Indem Luise Schröder Teile der Publikation, spezifische Methoden künstlerischer Forschung sowie Rechercheprozesse visuell in den Raum übersetzt, thematisiert sie das Verhältnis von Geschichte und Gegenwart, von Wahrheit und Fiktion, von Selbstermächtigung und Widerstand im Hinblick auf eine ostdeutsche Frauen*geschichtsschreibung. Luise Schröder ist Stipendiatin des Berliner Programms Künstlerische Forschung 2024/25.